Die Gemeinde der Woche: Göfis!
Gemeinde Göfis

Wo Skistars Kraft tanken, Pizzabäcker mit Liebe arbeiten und Kinder Bücher lieben.
“Wir wohnen seit unserer Kindheit bereits in Göfis und könnten uns keinen schöneren Ort vorstellen”, erzählt uns Tanja aus unserer Gemeinde der Woche. Seit vielen Jahren schon ist sie beim Gesunden Lebensraum in der Kommune. “Da gibt’s Yoga, Qigong, Lauftreffs und vieles mehr”, schwärmt sie. Am 05. April findet dort auch wieder die beliebte Kleider- und Spielzeugbörse statt. “Ich würde empfehlen ins ‘Consum’ zu gehen! Da gibt es leckeres Essen”, sagt uns der kleine Elia. Sein Bruder Raphael meint: “Und uns BUGO! Dort kann man Bücher ausleihen. Außerdem muss man Karl besuchen. Er betreibt die Bio-Landwirtschaft bei uns richtig gut und die Milch schmeckt super erfrischend”, so sein Tipp. “Wer hier ist, muss unbedingt zum Sunnahof”, schreibt Heidi. “Da ist für Groß und Klein etwas dabei: Gastronomie, Tiere, ein Spielplatz und vieles mehr”, so die Göfnerin.
Wer einmal in Göfis war weiß: in der Gemeinde kann man richtig zu Ruhe kommen. Einmal von Rankweil aus abgebogen geht es durch die Natur direkt in die Wohngemeinde. Knapp 3.300 Menschen leben in Göfis und trotzdem ist der Ort österreichweit bekannt: es ist der Wohn- und Geburtstort von Skistar Katharina Liensberger. Nach ihren Rennen in Aare haben wir Glück, sie ist zuhause, um sich zu erholen und trifft sich mit uns, um über ihre Heimatgemeinde zu sprechen.
“Wenn ich an Göfis denke, dann an unseren Sonnenplatz, die Waldspaziergänge hier – es ist einfach Heimat. Ein Kraftort.”, schwärmt sie. Katharina ist hier aufgewachsen und auch in Göfis zu Volkschule gegangen, bevor es für sie weiter ans Gymnasium nach Feldkirch und anschließend an die Skihauptschule nach Schruns ging. “Schon als Kind wollte ich überall dabei sein und alles geben. Sei es im Tennis- oder Turnverein und spätestens als das Sommerprogrammheft der Gemeinde Göfis da war, habe ich mich überall angemeldet”, lacht die Spitzensportlerin. Ihr Zuhause schätzt die 27-Jährige sehr. “Göfner Luft, Göfner Wasser – all das bringt Heimatgefühle auf”, betont Liensberger. Und natürlich ist auch ihre jüngste Bronze-Medaille nach den Skiweltmeisterschaften in Saalbach in Göfis zuhause: “Die hat einen Ehrenplatz über meinen Schrank”, schmunzelt sie. Dabei ist jede Medaille für die Vorarlbergerin etwas ganz besonders. “Jeder Erfolg ist einzigartig, weil er seine eigene Geschichte hat. Man weiß, was es gebraucht hat und wie lange und hart der Weg bis dorthin war. Dann ist man stolz auf das, was man geleistet hat,” erklärt sie uns. Deswegen gehören auch die letzten Sekunden im Starthäuschen vor einem Rennen nur ihr persönlich. “Da gehe ich nochmal in mich, schaue mich um, welche tolle Kulisse unten auf mich wartet. Bevor es los geht, habe ich natürlich meine Rituale. Ich rücke meine Brille zurecht, klopfe mir 3-mal aufs Herz, stampfe 3-mal mit den Skiern – dann hält mich nichts mehr auf.”
Mindestens genau so viel Herzblut für seine Leidenschaft in sich hat Mio Gojic aus Göfis. Seit 30 Jahren betreibt er die Pizzeria Villa Antonio und steht fast jeden Tag selber in der Küche oder hinterm Tresen. Seine freundliche Art ist beinahe schon ansteckend. “Ich bin einfach danbkar für alles, was ich hier habe”, sagt er uns mit seinem sympathischen Dialekt. “Wenn man Gäste als Kinder hier schon begrüßt, die dann später mit ihren eigenen Kindern herkommen, dann weiß man, dass man alles richtig gemacht hat”, ist der Chef stolz. Dabei weiß er genau, was die Gäste immer wieder herzieht: “Wir sind seit Jahren dasselbe Team, wir haben gute Qualität und viel Liebe, die wir in die Produkte stecken,” so Mio. Seine Devise für eine gute Pizza? Persönlichkeit! “Ein schlechter Mensch kann keine gute Pizza machen”, lacht er. “ Man muss es in den Fingern spüren, man muss Liebe in den Teig geben und frische Produkte benutzen,” erklärt Gojic mit Leidenschaft. Erst kürzlich hat die Redaktion von Gault Millau seine Pizza für Vorarlberg empfohlen, was ihn sehr stolz macht. “Ich habe in den vergangenen Jahren nicht einen Cent für Werbung investiert und trotzdem habe ich das Glück, dass die Menschen zu mir kommen”, ist er dankbar. An die Pension denkt Mio noch lange nicht. “Ich fühle mich jung und will noch lange bei meinen Gästen bleiben”, sagt er abschließend.
Und was sagt der Bürgermeister zu seiner außergewöhnlichen Gemeinde? “Göfis ist ein toller Wohnort”, schwärmt Thomas Lampert. “Wir sind mitten im Land, weg vom Verkehr und dennoch gut an große Arbeitgeber angebunden,” erklärt er uns. Auch auf das Gastronomien-Angebot ist das Gemeindeoberhaupt stolz. “Hier direkt bei der Gemeinde besuchen viele das Bugo und auch das Consum kommt gut an,” so Lampert. Für zweiteres wird gerade ein neuer Pächter gesucht. Für die Zukunft wünscht man sich in Göfis, dass es jungen Familien weiterhin möglich ist, dort zu wohnen. “Vor allem leisten müssen sie es sich können,” so der Bürgermeister. Das ist momentan das Hauptziel der Gemeinde. Wir finden, Göfis auf jeden Fall einen Besuch wert.




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